Samstag, 2. August 2008

Klimaveränderung im Sommer

Seit einiger Zeit leide ich sehr unter der Klimaveränderung, Sie auch? Es scheint da einige Zusammenhänge zwischen der Erde und mir zu geben. Es ist beinahe schon unheimlich.

Wir wissen, dass die Erde anfängt zu schwitzen und die Polkappen abschmelzen. Bei mir rinnt der Schweiß auch immer schneller als ich das von früher in Erinnerung habe und die Kappe wird auch immer lichter. Ebenso sammelt sich bei mir immer mehr Schmelzwasser an den Füßen als früher. Anders als unser Planet habe ich allerdings die Möglichkeit Schuhe zu tragen, welche die Flüssigkeit elegant vom Fuß weg transportieren. Andererseits ist das auch wieder nur ein Beispiel dafür, dass wir Menschen ein Problem gelöst haben, das wir von Natur aus (also ohne Schuhe) gar nicht hätten.

Ob es am Südpol allerdings dann auch anfängt nach Käse zu riechen entzieht sich meiner Kenntnis. Muss ich mal im Internet recherchieren…

Klar, ich bin ja auch über 40 und da beginnen wohl auch langsam die Wechseljahre. Da wird einem ständig mal heiß und kalt, ohne dass die Umwelt etwas dazutut. Man könnte es auch Klimawechseljahre nennen. So geht es mir auch.

Also habe ich mal meinen Arzt besucht. Die Sprechstundenhilfe hatte erst keinen Termin mehr frei für dieses Jahr. Ich bohrte nach ich sei ein Notfall und bräuchte sofort Hilfe. Daraufhin hat sie noch einmal den Kalender betrachtet und meinte eine Viertelstunde im nächsten Quartal gefunden zu haben. Scheinbar war ein Patienten vor dem ihm gewährten Untersuchungstermin überraschend verstorben. Vorher ginge gar nichts mehr und außerdem wäre das Kontingent des Arztes für dieses Quartal bereits übererfüllt. Daraufhin zog ich wie zufällig meine Privatversicherungskarte heraus und spielte mit ihr auf dem Tresen. Da schrie sie jubelnd auf. Ich hätte großes Glück sie hätte doch noch einen Termin übersehen, morgen um … - wann würde es mir denn passen?

Leider war die Untersuchung nicht sehr hilfreich. Nach dreistündiger Untersuchung aller Organe mit Kontrolluntersuchung durch einen Kollegen (man könnte ja etwas übersehen haben und vier Augen sähen mehr als zwei) konnte er nichts finden. Gleiches gilt für die unzähligen anderen Kollegen und Spezialisten auf ihren vielfältigen Gebieten zu denen ich überwiesen wurde. Ich bin erstaunt wie schnell ich Termine bekam, nur weil mein Arzt so gute Beziehungen zu diesen Koryphäen pflegte.

Nach also ungefähr zwei Wochen in diversen Praxen und Krankenhäuser dieser und anderen Städten Europas, musste ich selber herausfinden, was mit mir nicht stimmte. Also begann ich das naheliegende zu tun und Tagebuch zu führen, wann mir immer so warm, ja sogar heiß wurde. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass es stets auf Reisen passierte, die ich meistens im Auto zurücklege. Hatte ich plötzlich Panikattacken? Nein, das hätte ich ja gemerkt.

Neulich fuhr ich mal mit meiner Freundin gemeinsam im Auto. Da meinte sie es sei doch sehr heiß im Auto und ob ich nicht die Klimaanlage anstellen könnte. Überraschenderweise war die aber auf „Automatik“ gestellt, aber leider kam aus den Öffnungen so warme Luft, dass ich mir beinahe die Hand verbrannte als ich sie in die Nähe hielt.

Da war also die Quelle allen Übels: die Klimaanlage war defekt und damit Auslöser meiner Klimaveränderungen gewesen. Kein Wunder, dass mir da kein Herzspezialist helfen konnte.

Also musste das Auto in die Werkstatt. Die war schnell angerufen. Nein, kein Termin mehr frei dieses Jahr, dieses Quartal schon gar nicht, ach Firmenwagen. Wann können wir den Wagen abholen und können wir Ihnen einen Ersatzwagen mitbringen?

Besagter Ersatzwagen machte mir dann endgültig klar, was wirklich Grund meiner Hitzewallungen war. Ich bestieg das Fahrzeug, startete den Motor und mir wehte ein angenehmer, kühler Wind um die Nase. Wunderbar - gerade im Sommer.

Die Werkstatt meldete sich nicht und nach 3 Tagen wurde ich unruhig. Wollte ich doch am Wochenende meinen Kombi zurückhaben. Ein Anruf genügte und schon hing ich in der Warteschleife und hörte ich ca. 15 Minuten einen Remix des Welthits „I’m singing in the Rain“, der regelmäßig mit Texten überlagert wurde wie „please hold the line“, „Bitte warten Sie. Der nächste freie Platz ist für sie reserviert“. Allerdings hatte ich schon bessere Rapper gehört...

Ich frage mich wie viele andere Anrufer gerade in der Warteschleife hängen und den gleichen Text hören. Würden wir uns dabei sehen können, dann wären allen klar, dass dies gelogen sein muss. Dann folgt ein neuer Satz mit Anspielung auf die besagte Musik: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen. Mit unserem 24 Stundenservice sind wir immer für Sie da.“ Ich erinnere mich spontan an die Zeitungsmeldung von heute morgen. Da war zu lesen, dass bei dem Gewitter letzte Nacht mehrere Autofahrer mit ihren Fahrzeugen in das aufgelaufene Wasser einer Unterführung gefahren sind und sich ihr Boot - nein Auto - in weiterer Folge als nicht tauchfähig erwiesen hat. (Alter Kalauer: das Auto taucht nix). Stelle mir vor, wie einer davon seine Werkstatt anruft und die Warteschleife genießt...

Nachdem mir das Lachen dann doch noch verging, kam irgendwann eine nette Stimme an den Apparat. Ich schilderte meinen Fall, nannte Kennzeichen und Namen, konnte ihr jedoch leider nicht sagen, welcher Mitarbeiter meinen Fall bearbeitet, was die Sache sehr zu erschweren schien. Also beschloss sie einen Versuch zu wagen das selbst in Erfahrung zu bringen, klang dabei aber nicht sehr hoffnungsvoll. Nach weiteren 10 Minuten im Regen, hörte ich wieder ihre Stimme. Ach Sie sind es. Ja ich stelle Sie zu Herrn Blitz durch. Als ich langsam vom Regen durchnässt war und langsam einnickte, weckte sie mich und teilte mir mit, dass doch Herr Donner mein Fahrzeug bearbeitete und mir etwas dazu sagen könne, er sei aber gerade am Telefon und ob er zurückrufen könne. Ich wiederholte also auf Rückfrage das Kennzeichen, meinen Namen, Firma, Geburtsort, Namen meiner Großmutter und Telefonnummer, woraufhin sie feststellte, dass es ja die Nummer im Display sei und versicherte Herr Donner werde zurückrufen.

Am nächsten Tag erhielt ich dann einen Anruf von Herrn Wolke vom Autohaus. Mein Wagen wäre ein schwerer Fall und würde Kühlmittel verlieren. Die Kollegen wären gerade dabei die undichte Stelle zu orten. Ob es in Ordnung sei, wenn mein Wagen nächste Woche Montag zurückgebracht würde.

Tatsächlich erreichte mich dann am Montag kurz vor dem Nachhauseweg, ein Anruf des Empfangs meiner Firma um mir mitzuteilen, dass der Wagen zurück sei. Also fuhr ich 5 Minuten später mit meinem Auto nach Hause und musste leider nach fünf Minuten mit Verbrennungen ersten Grades meinen Wagen fluchtartig verlassen. Nur durch Abziehen des Wagenschlüssels konnte das komplette Abbrennen des Autos verhindert werden. Erst nach einiger Zeit mit geöffneten Türen und Ausstellen der Klimaanlage konnte ich die Fahrt fortsetzen. Anruf Werkstatt – 15 Minuten Regenguss – Herr Wolke heute nicht da – Herr Himmel könne mir helfen, sei aber gerade am Telefon und ruft zurück. Später am Abend rufe ich noch mal an. Herr Himmel ist jetzt leider auch weg. Wird mich aber sicher morgen zurückrufen – Name, Kennzeichen, …, Telefonnummer gegeben.

Herr Himmel ruft tatsächlich zurück. Aber die Klimaanlage hätte doch funktioniert und hätte eigentlich schon bei Eintreffen gekühlt. Dann erzählte er etwas von Kontrastspray, UV-Lampe, und Kühlmittel nachgefüllt. Ich dachte noch das klingt doch ähnlich wie beim Arzt. Sie hätten noch einen Termin für nächste Woche. Wieder Ersatzwagen – Kühlmittel aufgefüllt – Auto zurück – Klimaanlage funktioniert nicht.

Langsam gewöhnte ich mich an den neuen Lebensrhythmus und den Ersatzwagen. Damit es nicht zu eintönig wurde, gab man mir später ein Cabrio, weil der übliche Ersatzwagen wohl ein Problem mit der Klimatisierung hätte…

Nach ungefähr einem halben Jahr und von der Sonne verbrannter Glatze – die Haare waren nun inzwischen schneller verschwunden als das Eis am Nordpol – konnte ich mir turnusgemäß einen neuen Firmenwagen aussuchen, weil das Leasing für das Auto das regelmäßig in der Werkstatt stand abgelaufen ist.

Seitdem werde ich jeden Freitag irgendwie trübsinnig und rufe dann meine Freundin vom Mobiltelefon an, auch wenn wir beide gerade zusammen sind, einfach aus gewohntem Trott. Dann telefonieren wir mindestens ein halbe Stunde und hören gleichzeitig einen alten Musicalklassiker.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Tief unter der Erde

Nicht weit von Bonn in Ahrweiler, wollte sich die Bundesregierung zurückziehen und im Falle eines Atom-, Bio- oder Chemie-Angriffs auf die BRD sicher fühlen. Heute steht hier nur noch ein Museum.

Es gibt dort das in der BRD bestgehütete Geheimnis zu bestaunen, das zwar dem Ausland bestens bekannt war, wofür aber ganze Auflagen von Illustrierten wieder eingesammelt und eingestampft wurden. 30 Tage lang wollte man hier, hinter mehreren druckfesten Toren, mit Luft- und Wasseraufbereitung, ärztlicher Versorgung und was sonst noch so dazugehört, überleben können.

"Ausweichsitz der Verfassungsorgane der BRD" war die offizielle Bezeichnung, das natürlich nur für besondere Personen vorgesehen war. Bundeskanzler und Präsident hatten eigene und geräumigere Zimmer, ansonsten war alles sehr spartanisch und die Einrichtung ebenso wie die Schaltzentrale erinnert an die Zeit des kalten Krieges aus der die Idee und Umbau des ehemaligen Eisenbahntunnels stammt.

Im Ernstfall hätte man die Autobahn von Bonn dorthin gesperrt und nur freigegebene Fahrzeuge durchgelassen und sogar Jets hätten dort landen können um Personal von anderen Städten einfliegen zu können. Fraglich ob das alles so funktioniert hätte. Darum gab es alle 2 Jahre sogar Übungen.



Irgendwie überkommt einen bei dem Besuch dieser Stätte das Gefühlt laut los lachen zu wollen. Es hat eine gewisse Komik, wenn man sich das ganze vorstellt. Wäre es in Ostdeutschland gewesen, würden wir uns alle auf die Schenkel klopfen und gut ist es. Aber hier im Westen? Irgendwie will man das nicht glauben. Und sowas konnte hier geheimgehalten werden?

Offen bleibt, ob es heute wieder ein so geheim gehaltenes Versteck in Berlin oder nahe daran gibt. Wenn wir das wissen wollen, müssen wir wohl besser die ausländischen Geheimdienste fragen.

Sonntag, 6. Juli 2008

Wie nur 30?

Man darf hier nur 30 fahren? Das geht aber gar nicht :-)

Rückenwind

Nach langen Wochen, Monaten des Wartens ist nun endlich mein neuer Begleiter auf der Jagd nach schnelleren Zeiten eingetroffen und zusammengebaut. Eine erste Tour zeigt was ich vorher nur erträumt hatte: Schneller, leichter und komfortabler als das bisherige zum Triathlon verwendete Rennrad. Das hier ist ein echtes Zeitfahrrad. Das überraschendste für mich ist, dass es Bodenunebenheiten viel sanfter wegsteckt. Und es sieht noch gut aus, oder?
Ich nenne es "Rückenwind".

Freitag, 4. Juli 2008

Donnerstag, 3. Juli 2008

Glück mit dem Wetter am Aasee ...

Dieser Eintrag befasst sich nun mit einem Ereignis, das bereits fast 3 Wochen zurückliegt, aber für mich dennoch so wichtig ist, dass ich es unbedingt nachholen möchte.

Am 15.6. war es wieder soweit. Eine selbstauferlegte, große Prüfung stand bevor und wollte bestanden werden:
Die dritte Triathlon-Halbdistanz in meinem Leben, diesmal mit einem klaren Zeitziel von unter 5 Stunden.

Der Ort: Bochholt am Aasee.
Die Halbdistanz im einzelnen: 2km Schwimmen, 80km Radfahren, 20km Laufen.
Das Wetter: Schauer und mögliche Gewitter angekündigt.

Die Vorbereitung war seit letztem Jahr auf dieses Ziel hin betrieben und super verlaufen. Ein letzter 10km-Lauftest beim Neusser Sommernachtslauf verlief optimal. Die unerwartete Geschäftsreise nach Chicago in der Woche vor dem Wettkampf war beinahe perfekt um sich nun für den Wettkampf zu entspannen.

So verlief das Rennen auch perfekt von Anfang bis zum Ende und selbst das Wetter spielte mit. Während viele Vereinskollegen beim gleichzeitig stattfindenden Triathlon in Bonn mit Regen herumstreiten mussten, hatte ich trockenes Wetter und beim Laufen kam dann sogar die Sonne heraus (für Bilder und Links zu TV-Aufnahmen des Lokalsenders: http://www.aasee-triathlon.de/).

Fast 200 Teilnehmer waren am Start für das Schwimmen im Aasee, aus dem ich nach 37:08 Minuten (Platz 74) entstieg. Für die 80 km Radfahren benötigte ich 2:32:52 Stunden, was die 129. Zeit im Gesamtfeld bedeutete, ehe ich 1:36:03 Stunden (Platz 86) für das Laufen beisteuern konnte.

Nach insgesamt 4:46:04 Stunden kam ich als 107. im Ziel (36. Platz in der Altersklasse M 40) ins Ziel. Damit war das Ziel von "unter 5 Stunden" deutlich erreicht und ich bin noch heute voll zufrieden.

:-)

Mittwoch, 2. Juli 2008

Der Anfang ist gemacht!

Hallo zusammen!
Seit einiger Zeit ist mir die Idee gekommen ab und an ein paar Ideen, Nachrichten und Bilder in einem Blog abzustellen. Dies wird also nur nach Lust und Laune befüllt und ich möchte meine Ideen, lustige Anekdoten, Gefühle, Impressionen von Erlebtem mit euch teilen.
Das genügt mal als Intro und ich sage bis bald...